Bericht
Durchs Höllental auf die Zugspitze vom 5.8.2012 bis 06.08.2012



Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir unsere Tour ins Höllental. In der engen, lauten und sehr feuchten Höllentalklamm bekommt man einen Eindruck, welche Kraft Wasser hat. Auf Brücken, engen Felsvorsprüngen und durch Tunnel wird die Klamm durchwandert. Am Ende der Klamm weitet sich das Tal und man sieht den großartigen Talschluss mit dem Jubiläumsgrat, Höllentalferner und der Zugspitze.
Rechtzeitig vor einem starken Gewitter erreichen wir die Hölentalangerhütte, wo wir die Nacht verbringen.
Am nächsten Morgen starten wir um 5.30 Uhr bei Mondlicht und erreichen alsbald den ersten Klettersteig, auf dem wir "Leiter" und "Brett", zwei markante Steilstufen überwinden. Durch niedere Latschenwälder und Almrosenwiesen erreichen wir bei Sonnenaufgang die unwirtliche Moränen- und Schotterlandschaft, die dem Höllentalferner vorgelagert ist.
Am Gletscher legen wir unsere Steigeisen an und überwinden eine Blankeisstufe, ehe wir durch Spaltengelände den Einstieg des zweiten Klettersteiges über die Randkluft erreichen.
Ab jetzt geht es knapp 600 Höhenmeter hinauf zum Gipfel, dessen Kreuz wir immer wieder verheißungsvoll vor uns aufleuchten sehen. Mit den aufziehenden Wolken steigen wir höher und können an der Riffelscharte einen grandiosen Tiefblick auf den Eibsee erleben. Der weitere Weg führt durch eine Felsrinne direkt an den Einstieg des Jubiläumsgrates und wenige Meter weiter auf den Gipfel der Zugspitze mit ihrem goldenen Kreuz, dass wir um 10.30 Uhr erreichen. Nach einer ausgiebigen Brotzeit begeben wir uns auf den völlig überlaufenen und zugebauten Westgipfel. Von dort steigen wir zum Zugspitzplatt ab und fahren bei einsetzenden Gewitterregen mit der Zahnradbahn zum Ausgangspunkt unserer Tour nach Hammersbach zurück.
Eine tolle und einsame Tour durch grandiose Berglandschaft, die leider im Touristenrummel am Gipfel endet.

Gerd Meier-Gesell
Kletterwart
 




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