Bericht
Klettern im Elbsandsteingebirge (Fortbildung vom 22.7. - 26.7.2009)



Um unser Angebotsspektrum zu erweitern habe ich an einer Fortbildung im Elbsandstein teilgenommen. Die traditionellen Kletterregeln im Sächsischen erlauben keine metallischen Sicherungsgeräte am Fels und geklettert wird nur an freistehenden Gipfeln. Alle Routen müssen mit Schlingen und Knoten selbst abgesichert werden. Nur wenn der Fels keine natürliche Möglichkeit zum Sichern bietet sind Ringe angebracht. Die Routen haben dadurch sehr alpinen Charakter.
Am Mittwoch konnten wir im Bielatal an den Herkulessäulen ersten Kontakt mit dem Sandstein knüpfen.
Am Donnerstag wurden wir in den Feinheiten und Techniken des Schlingenlegens unterrichtet und konnten anschließend an der Nonne die ersten 30 - Meter -Routen (IV-VI) klettern.
Am Freitag war der Pabststein unser Ziel und hier waren wir erstmals selbst für die Absicherung unserer Routen verantwortlich (learning by doing). Ein spannender Tag.
Für die Nacht war der kleine Lorenzstein unser Ziel. Dort übernachteten wir auf einem Felsband in schwindelerregender Höhe unter einem Überhang. Die Sachsen nennen das "boofen". Nach einer erlebnisreichen Nacht kletterten wir zum Frühstück durch einen Kamin auf den Gipfel und genossen die grandiose Aussicht. Im Laufe des Tages waren der Goldstein und die Häntschelstiege, ein interessanter Klettersteig, unser Ziel.
Am Sonntag ging es mit der Erkenntnis das der Elbsandstein sicher bald eine Reise wert ist nach Hause.

Gerd Meier-Gesell
Kletterwart





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