Bericht
Kletterwochenende der Jugendgruppe der DAV Sektion Hesselberg in Aicha/Altmühltal - 17. bis 19. September 2004




Voll bepackt und guter Stimmung starteten am Freitag 18 erwartungsfrohe Kinder und Jugendliche mit ihren 10 Betreuern nach Aicha ins Kletterheim der Sektion Ansbach. Gleich nach der Ankunft wurden die Schlafplätze und Dienste verteilt, was natürlich nicht immer bei jedem Verständnis fand. Dann schleppten die Kinder für das Lagerfeuer immer mehr und größere Holzstücke (Bäume!) aus dem Wald, während ein paar Betreuer schon mal die Felswände auf mögliche Kletterrouten erkundeten. Nach dem Essen loderte unterm sternenklaren Himmel das Lagerfeuer, in dem so manches, wie z.B. Gummitiere oder Colakracher, mit Begeisterung am Stecken geröstet wurde. Die Bettruhe war anschließend nicht leicht herzustellen, die aufgekratzte Bande hatte ihren Spaß und andere Probleme mit den Schnarchern! Manche mussten auch noch schnell zu den Dohlenfelsen joggen!
Nach unruhiger Nacht und reichlichem Frühstück wurden zwei Gruppen gebildet. Endlich durften die ersten die (zum größten Teil nagelneue) Kletterausrüstung anlegen und über einen kurzen, steilen Anstieg durch den Buchenwald zu den Felsen gehen, wo zuvor ein paar Betreuer die Säcke mit den Seilen, Karabinern usw. hochgeschleppt hatten und sechs verschiedene Kletterrouten mit den Schwierigkeitsgraden von 2 bis 7 vorbereitet haben.

Währendessen erkundete die zweite Gruppe ein Teilstück auf dem Naturlehrpfad nach Konstein vorbei an interessanten Informationstafeln und wechselte dann auf den Oberland-Klettersteig, der mit einigen nervenkitzelnden Kletterpassagen aufwartete und somit gut auf das Klettern einstimmte. Nach der Mittagspause im Kletterheim machten sich die Wanderer mit Spaghetti im Bauch und froher Erwartung auf zur ersten Gruppe. Diese tauschten nun gern ihre Ausrüstung gegen ein Mittagessen im Kletterheim.
Jetzt konnte auch die zweite Gruppe ihre Muskelkraft, Ausdauer und Beweglichkeit an den Felswänden erproben und sich dann mit dem schönsten, dem Abseilen, belohnen. Eine Stelle, an der sich die Kinder ohne Hilfe abseilen konnten war bei allen sehr beliebt. Nachdem die Kinder der ersten Gruppe mit ihrer Tour durch Naturlehrpfad und Klettersteig fertig waren, wollten sie natürlich noch mal klettern, bis sich dann am Abend zum Teil ziemlich erschöpfte Wesen zum Kletterheim zurückschleppten. Schon nach kurzer Erholungsphase begannen die Kinder wieder riesige Äste aus dem Wald zum Lagerfeuer zu transportieren. Eifrig wurde gesägt und gehackt, auch noch nachdem die Grillwüstchen- und Steaks verspeist waren. Diesen Abend mussten sich weit weniger Gummitiere im Feuer rösten lassen und es dauerte auch nicht lange bis die ersten müden Kletterer ihren Schlafsack freiwillig aufsuchten.

Am Sonntagmorgen musste der eine oder andere geweckt werden, um den Kampf um’s letzte Brötchen nicht zu verpassen. Auf einmal wurde es hektisch, als eine große Gruppe mit Kletterausrüstung am Haus vorbeikam. Schnell machten sich zwei Betreuer mit der Ausrüstung auf den Weg zu den begehrten Felsen, während die Hütte geräumt und geputzt wurde. An diesem Tag war ziemlich viel los in den Felsen und die leichten Kletterouten waren sehr gefragt! Deshalb waren auch ein paar schwierigere Routen zu klettern, aber die Herausforderung wurde gut angenommen, genauso wie die später eingerichtete Abseilstrecke. Die Ausdauer war an diesem Tag dann aber doch nicht mehr so groß. Am frühen Nachmittag gab es vorm Kletterheim eine letzte Brotzeit und bei der Abreise beendeten dann die ersten Regentropfen dieses schöne Kletterwochenende im idyllischen Altmühltal.
Dabei waren: Anna, Aaron, Christian, Dennis, Felix, Fabian, Jasmin, Jonas, Lena, Julian, Martin, Maxine, Michael, Philine, Thomas, Tim, Tobias, Verena mit den Betreuern Conny (freundliche "Leihgabe" der Sektion Ansbach, die seitdem leider einen Schuh vermisst!), Didi, Gerd, Heidi, Johann, Koni, Manfred, Manuela, Michael und Olli.


Gerd Meier-Gesell
Kletterwart
 




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