Bericht
Abenteuertag und Klettern vom 3. bis 6. Juni 2004



Dieses Jahr stand unsere Reise unter dem Motto "Abenteuertag und Klettern". Dazu fuhren wir zusammen mit der Ortsgruppe Burgoberbach nach Schröcken. Wir starteten am Donnerstag, dem 3. Juni 2004. Die Rückkehr war für Sonntag, den 6. Juni vorgesehen.

Für die Burgoberbacher ging es am Donnerstag um 8.30 Uhr los. Die restlichen Teilnehmer gesellten sich dann um 9.00 Uhr am Festplatz in Bechhofen dazu, so dass die gemeinsame Fahrt beginnen konnte. Insgesamt waren 27 Teilnehmer dabei, 18 Kinder und Jugendliche sowie 9 Erwachsene. Davon kamen 16 aus Burgoberbach und 11 aus Bechhofen. Das Alter der Teilnehmer lag zwischen 7 und 14 Jahren.

Nach ca. vier Stunden kamen wir auf der Hütte an und es wurde mit dem Bezug der Zimmer und des Matratzenlagers begonnen. Nachdem sich alle etwas akklimatisiert hatten, unternahmen wir eine kleine Wanderung: Hoch zum Schlössle, dann nach Nesselegg und über die Schlucht (mit Schnee- und Eisbrücke) zurück zur Hütte. Leicht durchgefroren und nass vom Regen mussten wir uns alle erst etwas aufwärmen. Danach machten wir uns unser Abendessen (Pizzasemmeln) und anschließend Spiele. Nach diesem anstrengenden Tag war zeitig Bettruhe.

Am Freitag war unsere Abenteuerwanderung. Das Wetter war leider nicht so schön, es war sehr nebelig und bewölkt. Wir ließen uns aber trotzdem nicht von unserer Wanderung abbringen und liefen um 10.00 Uhr in zwei Gruppen los. Die eine Hälfte ging mit unserem Bergführer Josef, die andere mit dessen Frau Elisabeth.

Josef führte seine Gruppe über die Schlucht nach Nesselegg und dann - ausgerüstet mit Klettergurten und Stirnlampe - in eine Höhle mit dem Namen "Silberhöhle". Mit dem Bau dieser Höhle war vor dem 2. Weltkrieg begonnen worden. Dadurch sollte eigentlich eine Tunnelverbindung von Schröcken nach Lech geschaffen werden. Die Arbeiten wurden wegen des Krieges aber eingestellt und nicht wieder aufgenommen. Jetzt ist sie eine ideale Höhle für Erkundungen und Ausflüge. Wir liefen einmal durch die Höhle hindurch, dann ging es den halben Weg wieder zurück zu einem Seitenarm. Von dort aus erreicht man wieder das Freie. Dort angekommen sahen wir dann, was auf uns wartete: Es ging ca. 100 m fast senkrecht in die Tiefe. Mit dem Seil gesichert ging´s zunächst 50 m abwärts. Die anderen 50 m musste man sich an einem anderen Seil selbst abseilen. Danach liefen wir quer durch den Wald aber immer noch steil den Berg hinunter zum "Flying Fox". Ein Stahlseil war ca. 50 m lang über eine ca. 30 m hohe Schlucht gespannt. Wir mussten alle diese Schlucht wie mit einer Seilbahn überqueren. Das war für viele das schönste und größte Abenteuer des Tages.

Elisabeth führte Ihre Gruppe nach Unterboden. Unterwegs machte Sie ein Spiel. Jeder musste sich fünf Dinge (z. B. Bäume, Sträucher oder Felsen) aussuchen, ansehen, betasten und gut einprägen. Dann wurden die Augen verbunden und es galt die Gegenstände mit verbundenen Augen wieder zu finden, wobei die Hälfte suchte und die anderen aufpassen mussten, dass sich die Blinden nicht verletzten oder gar ins Wasser fielen. Dann wurde getauscht. Am Fußballplatz in Unterboden wurden wieder zwei Gruppen gebildet. Jede Gruppe musste sich an den Händen fassen und ohne loszulassen über ein hochgespanntes Seil steigen. Wer am schnellsten war, hatte gewonnen. Dann machte diese Gruppe eine kleine Wanderung am Fluss entlang zu einer Wiese, dort gab es noch ein Spiel mit verbundenen Augen.

Danach trafen sich die Gruppen von Josef und Elisabeth am Hotel Tannberg zum Wechseln.

Am Samstag sollte eigentlich das Klettern stattfinden. Wegen des schlechten Wetters (sehr starker Regen) musste dieses aber ausfallen. Zusammen mit Josef beschlossen wir, das Klettern auf den nächsten Morgen zu verschieben, da für Sonntag schöneres Wetter vorhergesagt worden war.

Also ließen wir den Samstag etwas ruhiger angehen. Nach einem langen Frühstück wurde der Regen weniger und wir entschieden, doch noch eine kleine Wanderung zu unternehmen. Bis wir mit allem in der Hütte fertig waren und uns angezogen hatten, hörte es sogar ganz auf zu regnen. Wir liefen von unserer Hütte zur Hütte "Alpe Sulzegg" von dort zum "Schlössle" und wieder zurück zu unserer Hütte. Die Wanderung dauerte ca. drei Stunden. Unterwegs zeigten wir den Kindern, wie man mit einer größeren Gruppe richtig wandert. Wir hatten Funkgeräte dabei. Es gab immer einen Gruppenführer und einen Gruppenletzten, die sich über die Funkgeräte verständigen mussten, z. B. darüber, ob das Tempo passt oder ob die Gruppe noch zusammen ist. Es wurde immer durchgewechselt, damit jeder einmal an die Reihe kam. Leider setzte auf halbem Weg wieder starker Regen ein, so dass wir an der Hütte wieder alle tropfnass waren.

Nach dem Trocknen machten wir wieder Spiele. Zum Abendessen wollten wir eigentlich Grillen, was aber durch den starken Regen nicht ging. Daher mussten wir das Fleisch in der Pfanne braten. Nach einem Spieleabend war sehr früh Bettruhe, damit wir am Sonntag früh aufstehen konnten.

An diesem Tag war es dann wirklich sehr schön und wir konnten klettern. Da wir nach dem Frühstück erst noch die Hütte säubern und aufräumen mussten, war es bereits um 6.30 Uhr für alle Zeit zum Aufstehen. Die Kletterwand lag auf unserem Heimweg und wir wollten gleich von dort aus die Heimreise antreten.

Wir fuhren zur Kletterwand nach Schwarzenberg, wo wir uns um 10.00 Uhr mit Josef trafen. Die Wand war ca. 35 m hoch und 100 m breit und bot verschiedene Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Josef hatte auch einen kleinen Klettersteig aufgebaut. So war für jeden etwas dabei und es konnte jeder sein Können unter Beweis stellen. Alle hatten viel Spaß. Wir kletterten bis 13.45 Uhr und fuhren dann um 14.00 Uhr nach Hause, wo wir um 18.00 Uhr ankamen.

Unser Ausflug hat sowohl den Kindern und Jugendlichen als auch den Erwachsenen sehr gut gefallen. Die Kids waren von den gebotenen Aktivitäten sehr begeistert und forderten eine Wiederholung. Die Erwachsenen schlossen sich dieser Meinung an und zeigten sich mit dem Verhalten der Kinder sehr zufrieden. Dem kann auch ich mich nur anschließen und freue mich auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: "Auf in die Berge zum Klettern".

Andreas Gundacker, Jugendreferent
 




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